Ein Handy das fast 1000,- € kostet, sollte gut gesichert werden, das dürfte klar sein. Insbesondere im Falle des iPhone 4, das für viele eine echte Investition darstellt, lohnt es sich, einmal mehr die Sicherheit des Smartphones im Bezug auf die alltäglichen Gefahren zu prüfen. Aber auch für die Vorgängermodelle lohnt es sich, denn meist befinden sich empfindliche Daten auf den Smartphones und davon eine ganze Menge: Fotos, Videos, Apps mit persönlichen Daten, Kontakte und SMS. Im Falle des Verlusts des Handys müsen diese Daten geschützt werden.
Schäden am Handy versichern
Was tun, wenn das neue iPhone 4 Risse bekommt oder das iPhone 3G S einen unschönen Lichtspalt hat? Auch Schäden an Soft- und Hardware müssen abgesichert werden. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Grundlage: Garantie und Gewährleistung
Nicht nur Daten müssen geschützt werden, sondern auch das Gerät selbst. Der grundlegende Schutz vor Schäden und Fehlern am Gerät ist hier die Gewährleistung durch den Verkäufer und die Herstellergarantie von Apple. Dabei gilt die Gewährleistung für Schäden und Fehler, die das Gerät bereits bei Übergabe oder Lieferung hatte. Nachweisen muss das im Falle einer Reklamation der Verkäufer innerhalb der ersten sechs Monate. Danach wird die Gewährleistung gegenüber dem Verkäufer quasi wertlos, da es meist unmöglich ist, zu beweisen, dass ein Fehler vor sechs Monaten bereits vorgelegen hat. Zudem muss man sich auch die logische Frage gefallen lassen, warum man denn nicht früher reklamiert hätte. Hier muss man also auf die Kulanz des Händlers vertrauen.
Anders sieht es bei der Garantie aus: Die wird in einem beim Kauf parallel geschlossenen Garantievertrag mit dem Hersteller abgeschlossen, also im Falle des iPhone 4 oder iPhone 3G S mit Apple. Die Garantiebedingungen legt Apple einseitig fest: Die Garantie läuft ein Jahr ab Kaufdatum. Für einen Aufpreis kann die Garantie aber mittels Apple Care Protection Plan verlängert werden. Erfahrungsgemäß ist die Apple Garantie eine gute Möglichkeit Schäden am iPhone beheben zu lassen. Dies betrifft natürlich nur solche Fehler, die nicht durch den Nutzer selbst entstehen, wie z.B. Haarrisse, Lichtspalte, nicht funktionierendes WLAN – um nur einige gängige Probleme zu nennen.
Hausratversicherung
Auch die Hausratversicherung kann in bestimmten Fällen für ein Abhandenkommen des iPhones aufkommen, die aber sehr speziell im jeweiligen Versicherungsvertrag festgelegt sind. Sollte das Smartphone einfach aus der Wohnung gestohlen werden, sieht der Fall recht einfach aus: Hier wird eigentlich jede Hausratversicherung zahlen. Anders kann es z.B. bei Verlust während eines Krankenhausaufenthaltes aussehen. Hier haben manche Versicherungen den Verlust von technischen Geräten explizit ausgenommen.
Handy-Schutzbrief
Für ein paar Euro im Monat kann ein zusätzlicher Handy-Schutzbrief abgeschlossen werden, der je nach Vertragsbedingungen das Handy bei Bruchschäden, Wetterschäden oder ähnlichem versichert. Dieser Handy-Schutzbrief kann direkt bei T-Mobile angefragt werden und kostet ca. 4€ im Monat bei einer Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten. Ich würde aber eher zu einer Garantieverlängerung mit dem Apple Care Protection Plan raten: Das ist (insbesondere beim Kauf über ebay) günstiger und Apple ist bei der Garantie recht kulant.
Schutzhülle – nicht nur für Grobmotoriker
Eine ganz simple Absicherung vor phyischen Schäden bieten Schutzhüllen. So banal es sich anhört: Trägt man das iPhone 3G S z.B. ein Jahr lang ohne Hülle in der Hosentasche, ist es sehr wahrhscheinlich, dass die Rückseite stark verkratzt ist und sich allerhand Dreck in den Öffnungen ansammelt. Vorbeugen kann man mit kleinen Ledertaschen, Plastik-Hardcases und ähnlichem, die den optischen Zustand des Handy konservieren und Optik und auch den Wiederverkaufswert des guten Stücks erhalten.
Diebstahl des iPhone – ist eine Ortung möglich?
Wem das iPhone gestohlen wird, der hat oft schlechte Karten. Es gibt viele Apps zur Ortung des Handys, aber der Grundsatz, dass Vorsicht besser als Nachsicht ist, gilt auch hier: Am besten man behält im Café das iPhone gut im Auge, denn Gelegenheit macht Diebe… . Die nachträgliche Ortung des Handys ist ein weit verbreiteter Mythos, der in den seltensten Fällen funktionieren kann. Bekannteste Lösung ist das kostenpflichtige Programm MobileMe, mit dem man einen online Account mit seinem Apple iPhone verbinden kann. Darüber kann dann das Handy auch geortet werden, sogar wenn die SIM-Karte entfernt wird. Dies funktioniert aber nur, wenn das iPhone mit dem Internet verbunden ist und nicht vorher neu per iTunes installiert wurde. Da die meisten Diebe sich rein für den Sachwert des Smartphones interessieren dürften und sich sofort einer fremden SIM-Karte entledigen, ist die Ortung meistens zwecklos bzw. unmöglich.
Übrigens kann die Polizei Handys auch orten. Dies funktioniert aber nur mit eingelegter SIM-Karte im eingeschalteten Zustand. Außerdem wird diese Technik aufgrund von nicht vermeidbaren Grundrechtseingriffen gegenüber anderen Netzteilnehmern nur auf richtliche Anordnung bei schweren Straftaten angewendet.
Daten vor fremdem Zugriff sichern
Ist das iPhone erstmal in fremden Händen oder in den Händen der neugierigen Freundin, müssen Sicherheitsmaßnahmen greifen, die die Anzeige persönlicher Daten verhindern. Immer bedeutet dies auch ein Verlust an Komfort, denn bisher beschränken sich die Sicherungen eigentlich alle auf die Eingabe eines Codes.
Daten sichern
Es lohnt sich, das iPhone regelmäßig mit iTunes zu synchronieren. Eine Sicherung hilft nicht nur bei Diebstahl, dass die Daten weiterhin auf dem heimischen Rechner liegen, sondern hilft auch beim Umstieg auf ein neues oder anderes iPhone (z.B. durch Neuanschaffung oder Tausch in einem Garantiefall).
PIN und Code-Sperre
Hier gibt es grundsätzlich erstmal zwei Basics, die schon einiges an Sicherheit bringen:
- PIN setzen: Mit der Eingabe eines PINs wird zumindest die SIM-Karte nicht ohne Eingabe des PIN-Codes aktiviert. Hat man das Handy aber erst einmal gestartet, ist der PIN-Code nutzlos, denn er brauch nicht mehr eingegeben werden.
- Code-Sperre: In den Einstellungen vom iPhone kann aber auch eine Code-Sperre aktiviert werden, die jedes mal abgefragt wird, wenn das Smartphone aus dem Ruhezustand “aufgeweckt” wird. Dies kann aber auf Dauer ziemlich unkomfortabel sein, bietet aber große Sicherheit vor Fremdzugriff.
Daten per Fernsteuerung löschen
Mit dem Programm MobileMe kann das Handy nicht nur theoretisch geortet werden, man kann dem Finder oder Dieb des Handys auch eine Nachricht auf dem Display zukommen lassen oder Daten per Fernsteuerung löschen. Wieder einmal gilt: Für all dies ist eine Internetverbindung des iPhones erforderlich und, dass es zuvor nicht formatiert und neu installiert wurde.
Sensible Applikationen sichern – nur mit Jailbreak
Der Jailbreak eröffnet einige Möglichkeiten, um Daten weitergehend zu schützen, als dies mit PIN oder auch Code-Sperre möglich wäre. Mit dem Programm können Passwörter für einzelne Apps festgelegt werden, auf die sonst schutzlos zugegriffen werden kann. Sinnvoll ist dies z.B. bei Apps für soziale Netzwerke, die ohne Passwortabfrage starten. Bekommt jemand das Handy in die Finger, schützt das Programm vor fremdem Zugriff.




Ich möchte, dass mein iPhone sofort ohne Rückfrage gelöscht wird, wenn die SIM entfernt wird.
Gibt es schon so eine App?
Grund:
Sch… was auf die Hardware und den deren Wiederverkauf: Ich will verhindern, dass meine Daten durch diesen (http://www.heise.de/newsticker/meldung/iPhone-verloren-Passwoerter-weg-1186267.html) Weg ermittelt weden können.