Symbian ist eines der am meisten verbreiteten Handy-Betriebssysteme überhaupt. Sie haben eine Nokia oder Sony Ericsson Handy? Dann haben Sie höchstwahrscheinlich auch Symbian. Mit einem Marktanteil von rund 80% (geschätzt) bei Handys, Smartphones und PDAs dominiert Symbian dieses Feld. Nokias neuster Clue ist, das beliebte Betriebssystem in Open Source zu überführen – mehr zu den Plänen und bereits umgesetzten Zielen hier.
Warum Open Source?
Im Jahr 2008 war die Software rund um Symbian noch zerstückelt: Die Plattformen S60 (Nokia), UIQ (Sony Ericssons), MOAP(S) (NTT DoCoMo) und Teile von Symbian selbst sind hier noch nicht einheitlich organisiert. Das ergibt einige Nachteile zu Mitbewerbern, wie Google Android, die sich durch Ihre Open Source Plattform rasch weiterentwickeln. Aus diesem Grund hat Haupteigner Nokia einen Plan gefasst.
Das Ziel, ein langer Weg zu Open Source
Symbian soll eine offene Plattform werden. Um eine freie Veröffentlichung er ermöglichen kauft Nokia zunächst den Gesellschaftern von Symbian ihre Anteile (54%) für insgesamt 264 Mio Euro ab, um diese dann in eine gemeinsame Stiftung zu überführen. Sony Ericsson, NTT DoCoMo und Motorola erklären sich darauf bereit, ihre jeweiligen Technologien in die Stiftung zu integrieren.
Gegründet wird die Symbian Foundation, die auch in Zusammenarbeit mit diesen Firmen entsteht: AT&T, LG, Samsung, STMicroelectronics, Texas Instruments und Vodafone.
Rang und Namen hat die Organisation vereint, dementsprechend enthusiastisch sind die Ziele. So soll mit der Symbian Foundation das umfassendste Open Source Angebot für mobile Anwendungen geschaffen werden. Gestartet wurde die Organisation Anfang 2009.
Aktuelle Entwicklungen
Am 10. Juli 2009 hat Golem.de gemeldet, dass erste Teile von Symbian bereits Open Source sind. So wurde das OS Security Package als Open Source veröffentlicht. Ein erster Beitrag der Symbian Foundation zum vielleicht bald umfassendsten Angebot quelloffener Software… .



