Sony Vaio P11Z: Mobiler Alleskönner mit top Ausstattung eine Woche im Praxistest


Am 07. Februar 2010 von

sony vaio netbook p11z 8 zoll Sony Vaio P11Z: Mobiler Alleskönner mit top Ausstattung eine Woche im Praxistest mobiles internetObwohl das Sony Vaio P11Z schon eine Weile am Markt ist, gehört es technisch immer noch zu den Highlights unter den Netbooks, wobei der Einführungspreis von über 1000,- € sicherlich auch nicht viel mit einem zu tun hatte. Wer einen wirklich mobilen Alleskönner braucht mit nur 600g Gewicht und einem kleinen 8″ Display, kommt wohl kaum am Sony Vaio P11Z vorbei. Trotz des niedrigen Gewichts und des kleinen Display, glänzt das kleine Vaio mit ungeahnt umfangreicher Ausstattung: UMTS (Sim-Karte rein, los geht’s!), WLAN Standard N (300 Mbit/s), LED Display mit riesen Auflösung… ich habe den Praxistest für eine Woche gewagt!

Sony Vaio P11Z – “Don’t call it netbook!”

Das kleine Vaio wurde schon provokant unter dem Banner “Don’t call it netbook!” beworben, einfach um zu zeigen, dass der 8″ Ausstattungsriese mit Netbooks nicht vergleichbar ist. Dies macht schon Sinn, denn würde Sony das Vaio P11Z unter dem Namen Netbook ins Rennen schicken, würden sich sicher viele Käufer fragen: Warum soll ich für ein Netbook so viel Geld ausgeben? Ich bin da sprachlich nicht ganz so differenziert und bezeichne das Sony Vaio P11z einfach mal als Netbook, obwohl es sicher mehr kann als das Durchschnittsnetbook und auch preislich nicht ganz vergleichbar ist. In meinem Praxistest durfte ich mein Samsung NC10 mit 10″ Display (zweifellos ein Netbook) gegen das Sony Vaio P11Z eintauschen.

Mobilität und Office-Fähigkeiten

sony vaio netbook 600g atom z520 Sony Vaio P11Z: Mobiler Alleskönner mit top Ausstattung eine Woche im Praxistest mobiles internetFür meinen Praxistest habe ich eine Datenflat zur Verfügung gestellt bekommen, die ich mit meinem Samsung NC10 nicht zur Verfügung habe. Das macht natürlich etwas her, denn hier konnte ich einfach die SIM-Karte ins Sony Vaio P11Z stecken und lossurfen. Im T-Mobile Netz hatte ich auch überall guten Empfang, aber Datenflats gibt es natürlich auch deutlich günstiger. Mein Tipp wäre hier, bei den O2 Tarifen mal nach einem passenden Datentarif zu schauen. O2 hat derzeit gute Angebote, wenn es um das Verhältnis von Preis und Netzqualität geht. Nun zurück zum Vaio P11Z: Zunächst ist zu sagen, dass es sich um ein sehr mobiles Gerät handelt mit nur etwas mehr als 600g Gewicht. Den Unterschied zum ohnehin schon leichten 10″ Netbook spüre ich, auch wenn mich das Samsung NC10 in meiner Tasche auch nicht gestört hat. Die ist für kleine Hände sicherlich gut geeignet, für große Männerhände wird das Tippen schnell anstrengend, wobei hier kaum Unterschiede zu deutlich größeren Netbooks zu machen sind, da Sony die komplette Fläche des Vaio P11Z für die nutzt. Leider hat die kleine Gehäusegröße auch einen Nachteil: Platz für einen großen Akku hatte Sony wohl nicht: Der verbaute Akku muss nach rund 200min wieder an die Ladestation. D.h. wer eine lange Bildschirmpräsentation ausführen möchte oder lange Zugfahrten vor sich hat, sollte sich einen Ersatzakku anschaffen oder das Netzteil griffbereit haben. Da hat mein Samsung NC10 doch klare Vorteile, da es bis zu 7 Stunden durchhält.Ansonsten ist das Sony Vaio P11Z ein guter Begleiter zu Schreiben, auch wenn sich lange Texte wie schon erwähnt nicht so gut schreiben lassen. Die hohe Displayauflösung von 1600 x 768 Pixeln hilft zwar, die Übersicht zu behalten, aber gerade bei Dokumenten ist oft eher die vertikalte Auflösung wichtig. Zumindest habe ich mir innerhalb dieser Woche Praxistest schon die Nutzung der Bildschirmlupe angewöhnt. Übrigens passen aber auch zwei Dokumente nebeneinader, da die Auflösung eben so groß ist.

Bedienung: kein Touchpad

Als alter IBM Thinkpad Nutzer fiel mir beim Aufklappen des Netbooks gleich auf, dass kein Touchpad verbaut ist. Angesichts der kleinen Abmaße des Sony Vaio P11Z sicherlich keine Überraschung. Stattdessen gibt es einen Pointing Stick, der mit einem Finger bedient wird. Was ich bei meinem Samsung NC10 vermisst habe nach dem Umstieg von meinem Thinkpad, ist hier nun wieder integriert. Das Gefühl wie beim IBM Laptop war schnell wieder da und die Bedienung per Pointing Stick läuft auch wunderbar. Ein Touchpad hat mir nicht gefehlt! Andere werden sich aber sicher an den kleinen Pointing Stick gwöhnen müssen. Hier sollte am besten jeder selbst einmal probieren, wie ihm die Bedienung gefällt. Auf dem Blog von leben-zwei-punkt-null gibt es gute Tipps, wie man sich die Arbeit mit dem Gerät im Alltag erleichtert.

Leistung – Intel Atom Z520, 2gb Arbeitsspeicher, 60gb Festplatte

sony p11z vaio netbook1 Sony Vaio P11Z: Mobiler Alleskönner mit top Ausstattung eine Woche im Praxistest mobiles internetGleich zu Beginn: Die Leistung des Sony Vaio P11Z könnte sicherlich schon mit der Wahl eines passenden Betriebssystems deutlich besser sein. Vorinstalliert ist Windows Vista – das sieht zwar nett aus, aber wirklich schnell kam es mir nicht vor. Hätte ich das Netbook länger als nur eine Woche im Praxistest gehabt, hätte ich sicherlich Windows 7 installiert. Dieses Betriebssystem verknüpft die wesentlichen Vorteile von Windows XP und Vista. Es läuft schnell und stabil wie Windows XP und hat die optischen Effekte von Windows Vista. Dies wäre auch meine Empfehlung, wenn Sie mit dem Gedanken spielen, sich das Netbook anzuschaffen. Ansonsten war für mich die Arbeitsgeschwindigkeit ausreichend. Der Intel Atom Z520 reicht für alle Anwendungen, die mit einem 8″ Netbook überhaupt Sinn machen, also Surfen, Office und ein bisschen Multimedia. Dafür ist auch der Arbeitsspeicher mit 2gb großzügig dimensioniert. Auch die Festplatte reicht mit 60gb für alle Daten aus, die man unterwegs braucht und für ein bisschen Musik oder ein paar Videos. Leider ist die Festplatte aber auch der Bremsklotz im System: Mit nur 4200rpm (7200 bzw. 5400 Umdrehungen pro Minute sind Standard) dauert es z.T. doch sehr lange, Datenarchive zu entpacken, Programme zu installiert oder auch zu öffnen. Auch das Hochfahren von Windows Vista bereitet keine Freude, wenn man ca. 5min warten muss, bis alles normal läuft – dies hat auch Andreas vom inears-Blog festgestellt.

Fazit – Sony Vaio P11Z ein (fast) perfekter Begleiter

In meinem ein wöchigen Praxistest habe ich das kleine Sony Vaio P11Z lieb gewonnen: Vor allen Dingen das kleine Format und das niedrige Gewicht haben mir sehr gut gefallen. Auch die Tastatur macht einen guten Eindruck, denn die Maße sind sehr großzügig. Einzig der Druckpunkt der Tasten könnte definierter sein. Mit dem Pointing Stick bin ich auch sehr gut zurecht gekommen, wobei das auch wieder Geschmackssache ist. Andere werden vielleicht ein Touchpad vermissen. Die Leistung und Arbeitsgeschwindigkeit ist in Ordnung, störend ist aber Windows Vista und die langsame Festplatte mit 60gb Speicherkapazität. Im Idealfall (kostet leider extra) schafft man sich für einen wahren Quantensprung an Leistung eine SSD-Festplatte und das Betriebssystem Windows 7 an. Die große Auflösung des LED-Displays von 1600 x 768 ist sehr gewöhnungsbedürftig, hat aber seine Vorzüge, insbesondere wenn man mehrere Dokumente oder Fenster gleichzeitig geöffnet haben möchte. Größtes Manko für mich ist aber eindeutig die schwache Akkulaufzeit von etwas mehr als 3 Stunden – in einem Test von Firetap wird hier noch der größere Akku empfohlen. Insgesamt ist das Sony Vaio P11Z aber ein empfehlenswertes Gerät, das mit UMTS besonders empfehlenswert ist, wenn man eine Datenflatrate hat. Sie finden das Netbook natürlich im 24mobile Shop.

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