Seit Ende 2009 gibt es das Sony Ericsson Satio mit 12 Megapixel Kamera schon. Aber auch noch jetzt, Mitte 2010, gehört dieses Smartphone auf Symbian Basis noch zu den besten Kamerahandys am Markt. Mit 12 Megapixeln und Xenon Blitz kann man das Handy schon als kleine Digitalkamera bezeichnen. Mehr zu Lieferumfang, Bedienung und Kamera des Smartphones unserem Test!
Die Verarbeitung des Sony Ericsson Satio ist grundsätzlich erstmal gut: Es liegt gut in der Hand und die Optik wirkt stimmig. Unten sind drei Knöpfe verbaut: Links finden den Wahlbutton, in der Mitte die Menütaste und rechts die Auflegen bzw. Abbrechen Taste. Die Anschlüsse finden sich an den Seiten des Handys, was Sie auf den Bildern nachvollziehen können. Gemischte Gefühle ergeben sich beim Anblick der chromfarbenen Zierleisten (leider auf den Fotos nicht so gut zu erkennen!). Diese sind aus Plastik und haben auch einen entsprechenden Look, der aber im
Gesamtkonzept nicht allzu negativ auffällt. Sehr hochwertig wirkt dagegen die Kameraabdeckung aus Aluminium auf der Rückseite des Sony Ericsson Satio. Diese verdeckt die Linse, ist aus Alumium und lässt sich mit sehr angenehmer Haptik auf und zu schieben. Leider ist durch die Abdeckung des Kamera aber auch die Oberseite des Kamerahandys deutlich dicker als die Unterseite, sodass ein vergleichsweise klobiger Eindruck entsteht. Insgesamt ist das Sony Ericsson Satio aber eine elegante Erscheinung. An dieser Stelle folgen daher Bilder von allen Seiten:
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Lieferumfang
In dem kleinen Karton des Sony Ericsson Satio findet sich so ziemlich der bekannte Standardlieferumfang, wie er mittlerweile bei Handys und Smartphones jeder Preisklasse bekannt ist. Neben einigem an Papierkram, den die meisten Nutzer wohl – ich unterstelle das hier mal – links liegen lassen werden, gibt es noch ein Sony Ericsson Headset, Ladekabel und PC-Anschlusskabel. Zusätzlich gibt es eine 8gb Micro-SD Karte. Für Speicherplatz für die großen Fotos ist also von Anfang an gesorgt! Desweiteren ist noch der beigelegte Stylus (Stift zum bedienen des Touchscreens) nennenswert und die Ledertasche. Die sieht nicht nur schick aus, sondern schont auch das Display.
Hier ein Foto vom Lieferumfang – geschossen mit dem Sony Ericsson Satio mit automatischen Einstellungen und 9 Megapixeln (möglich wären 12 Megapixel maximal):
Bedienung, Hardware und Funktionen
Das Sony Ericsson Satio ist zwar in erster Linie ein Kamerhandy, aber nicht nur! Dafür kann es dann doch ein wenig zu viel, allein schon hardwaretechnisch. Ein kurzer Überblick: Befeuert wird das Sony Ericsson Satio mit einem 600 Mhz Prozessor, was für alle gängigen
Anwendungen reichen dürfte. Für schnellen Download unterwegs gibt es HSDPA (+HSUPA für schnellen Upload von Daten, wie z.B. Fotos). Außerdem ist WLAN integriert sowie netzunterstütze Navigation (A-GPS). Als Sahnehäubchen gibt es außerdem ein UKW-Radio, bei dem das Headset als Antenne fungiert. Der Touchscreen des Sony Ericsson Satio ist resistiv, d.h. er reagiert auf Druck und nicht auf die Ladung des Fingers, sodass die Bedienung auch weniger empfindlich funktioniert als bei einem kapazitiven Touchscreen. Ich kann aber sagen, dass man sich schnell daran gewöhnt, ein bisschen stärker zu drücken – anders als beim iPhone, bei dem man förmlich über den Bildschirm streichelt. Um die Unterschiede aufzuzeigen, habe ich einmal das Sony Ericsson Satio neben ein iPhone 3G gelegt bei voller Displayhelligkeit. Man sieht dort, dass das iPhone etwas heller ist. Auch bei Sonneneinstrahlung ist das Display des Satio relativ schwer abzulesen, was beim iPhone aber auch nicht viel anders ist. Trotz gleich großer Diagonale von 3,5″ wirkt das iPhone Display etwas größer.
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Bei der Bedienung ist das Sony Ericsson Satio mit Symbian zwar von Vornherein nicht optimal bestückt, denn im Allgemeinen wird Symbian Intuitivität nicht gerade nachgesagt, aber Sony Ericsson hat eine eigene Bedienoberfläche integriert. Mit verschiedenen Shortcuts auf dem Startdisplay kann man schnell auf seine favourisierten Kontakte zugreifen oder die letzten Fotos mit einem flüssigen Anzeigeprogramm betrachten.
Das ist nicht nur praktisch, sondern sieht auch noch gut aus! Ansonsten macht die Bedienung einen guten, wenn auch nicht überragenden Eindruck: Positiv anzumerken ist, dass sich alle Menüs sowohl hochkant als auch quer anzeigen lassen, was das Sony Ericsson Satio per Lagesensor erkennt. Außerdem beherrscht das System Multitasking, sodass mehrere Anwendungen parallel laufen können. Mit einem langen Druck auf die mittlere Taste werden die offenen Anwendungen angezeigt und können so aufgerufen oder beendet werden.Der integriert Browser ist vergleichsweise flüssig, kann aber lange nicht mehr iPhone oder Android Konkurrenz mithalten. Bei Symbian ist aber zum Glück der Browser Opera Mobile verfügbar, der das Internet-Erlebnis deutlich verbessert. Besonders schön ist der Mediaplayer gelungen. Edle Simplizität mit animierten
Hintergrundgrafiken herrscht in diesem Bereich. Die Eingabe von Nachrichten erfolgt (je nach Wahl) über ein virtuelles Ziffernfeld, eine kleine QWERTZ-Tastatur (für den Stylus) oder eine große QWERTZ-Tastatur, die dann im Quermodus zu bedienen ist. Weiterhin ist ein Handschrift-Modus integriert, der aber wohl eher als Spielerei zu verstehen ist. Testweise haben wir auf dem Handy ein Navigationsprogramm installiert (unser Tipp: Sygic Mobile). Das GPS-Signal wurde auch ohne Netzunterstützung in ca. ein bis zwei Minuten gefunden und wir konnten problemlos von A nach B gelangen. Fazit zur Bedienung: Das schnellste und flüssigste Betriebssystem ist Symbian nicht, aber wenn man sich daran gewöhnt hat, gehen Vorgänge schnell von der Hand. Die Bedienoberfläche von Sony Ericsson ist sinnvoll integriert und sieht gut aus.
Übrigens: Wenn Sie das Sony Ericsson Satio an Ihren PC anschließen, brauchen Sie das Gerät nur per USB anstecken. Es wird erkannt und Sie können sofort darauf zugreifen, ohne extra Software zu installieren. Das ist allemal praktischer als das iPhone mit iTunes… . So kann man mit einigen wenigen Klicks z.B. Fotos vom Sony Ericsson Satio auf den PC laden, Musik auf das Handy spielen oder eine Anwendung in den Ordner mit den Installationsdateien schieben. So simpel kann es sein, super!
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Kamera im Test – Digicam-Killer?
Ein Testbild bei guten Lichtverhältnissen haben Sie ja schon gesehen (siehe Lieferumfang). Ob die Kamera nun Digicam-Ersatz ist? Das lässt sich relativ schwer bestimmen. Für einfache Ansprüche genügt die Kamera sicherlich und auch bei Party-Aufnahmen und Innenaufnahmen bei mäßigen Lichtverhältnissen reicht die Kamera aus. Bei guten Lichtverhältnissen reicht die Qualität sogar an günstige bis Mittelklasse Digitalkameras heran und auch mit Funktionen geizt das Sony Ericsson Satio bei der Kamera nicht: Autofokus und Smileshot sind nur einige Funktionen, die Sony Ericsson hier integriert. Sogar eine Serienbild-Aufnahme ist möglich! Aber: Insgesamt kann die Kamera bei etwas höheren Ansprüchen sicherlich nicht mehr mit einer Digicam mithalten. Dies liegt vor allen Dingen an der relativ trägen Auslöserfunktion. Bei schlechten Lichtverhältnissen reicht der Blitz außerdem nicht besonders weit. Ohne den Blitz ist bei Handys aber immer der kleine Sensor Grund dafür, dass Bilder recht schnell verrauscht werden. Dennoch: Im Bereich der Handys und Smartphones gibt es aber derzeit kaum Alternativen. Ich würde sogar sagen, das Sony Ericsson Satio ist derzeit das beste Kamerahandy am Markt!
Test-Fazit zum Sony Ericsson Satio
Vorweg sei eines gesagt: Das Sony Ericsson Satio ist kein iPhone. Sie bekommen keine perfekt leichtgängige, flüssige Bedienung. Wem das klar ist und wer darauf weniger Wert legt, der erhält mit dem Sony Ericsson Satio ein Smartphone mit top Kamera, vollständiger Ausstattung und guter Verarbeitung. Dafür muss man eben mit Symbian leben, was aber auch Vorteile hat: Das Handy an den PC stecken und Fotos direkt runterkopieren und Musik drauf ist schon klasse! Insgesamt sicher eine Kaufempfehlung nicht nur für ein Kamerahandy, sondern auch für ein vollwertiges Smartphone mit guter Ausstattung.
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