Alles in allem ist das Palm Pre ein ziemlich gelungenes Smartphone: starke Prozessorleistung, ein trotz des jungen Alters sehr ausgereiftes Betriebssystem, Multitouch- und Multitasking Support, starke Ausstattung mit A-GPS, WLAN und HSDPA… eigentlich vermisst man nichts an dem kleinen Smartphone und das Palm Pre war kein Ladenhüter – aber eben auch kein Topseller, was dem Unternehmen in der Krise weiter zusetzt.
Palm Pre: Das iPhone ohne iPhone Macken?!
Palm hat richtig am Palm Pre gefeilt und herausgekommen ist tatsächlich ein Gerät, das dem iPhone von Apple ähnlich sieht, ebenfalls vor allen Dingen durch ein gutes Betriebssystem punktet und scheinbar alles richtig. All das, was Apple beim iPhone verpennt hat, wollte Palm mit dem Pre ausbügeln: So gibt es neben den typischen iPhone Features, wie Multitouch (mit Zweifinger Zoom) und einem flotten Webkit Browser noch die Funktionen, die der Konkurrent lange Zeit verpennt hat. Die Kamera ist z.B. auch recht schwach, kommt aber immerhin mit einem LED-Blitz daher und Multitasking beherrscht das Palm Pre ebenfalls. Leider aber kann das Palm Pre nicht unbedingt mit guter Verarbeitung überzeugen: Die untere Kante der hakelig zu bedienenden Tastatur ist sehr scharfkantig. Insgesamt blieb das Gerät hinter den Erwartungen zurück: Die Smartphone Gemeinde nahm das kleine Gerät zwar auf, aber richtiger Erfolg sieht anders aus. Alte Palm-Veterane haben sich über alle Betriebssysteme verteilt und unter diesen ist WebOS auf dem Palm Pre auch kein Favourit. Schlussendlich fehlt es dem Palm Pre einfach an dem Image, das ausmacht, dass Apple trotz einiger fehlender Funktionen, weiterhin deutlich die Nase vorn hat im Smartphone Business.
Zahlen: Leider nur geschönt!
Im dritten Quartal 2009/2010 wurden 22,1 Mio US Dollar Verlust durch Palm erzielt. Dies hört sich schlecht an, aber man muss auch bedenken, dass Palm im Vorjahr rund 98 Mio US Dollar Verlust gemacht hat. Der Umsatz hat sich in dem Zeitraum des Finanzreports von 91 Mio auf 350 Mio mehr als verdreifacht. Leider kam diese enorme Verbesserung nur durch Buchgewinne aus Finanzgeschäften zustande, sodass Unternehmenschef Jon Rubinstein sich zurecht enttäuscht über die Performance von Palm äußerte. Insbesondere das Palm Pre hat nicht den gewünschten Erfolg gebracht – obwohl es ein empfehlenswertes und optisch besonderes Gerät ist.
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PALM Pre
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Hoffentlich lesen die Hersteller auch Blogs und erfahren dadurch, wo aus Kundensicht der Haken liegt. Eine schlechte Verarbeitung möchte man als Kunde eben nicht haben, und scharfe Kanten sind das erste, was man bemerkt, wenn man das Gerät im Laden mal in die Hand nimmt. Wenn sich die Bedienung dann unangenehm anfühlt, braucht es auch keinen wundern, wenn man es wieder hinlegt und ein anderes Gerät nimmt, selbst wenn das Innenleben noch so gut sein mag.