Handy Tracking – zwischen Schutz und Überwachung


Am 26. August 2009 von

handy tracking 300x224 Handy Tracking   zwischen Schutz und Überwachung wissenNachdem Jamba mit seinem zugegebener Maßen als “Spaß-Applikation” bezeichnetem “Partner Tracker” die Überwachung und Ortung per Handy salonfähig gemacht hat, bringt nun der Handyanbieter Mia Vojo ein Tracking-Handy für Großeltern, Kind und Kegel heraus. Das Prinzip ist einfach: Über einen GPS-Empfänger im Handy kann der Bestimmungsort des Handys über die Internetseite des Anbieters ziemlich genau anhand digitaler Straßen- und Landkarten bestimmt werden. Sogar die Geschwindigkeit und die Strecke kann aufgezeichnet und bei Abweichen der normalen Route oder dem Betreten bestimmter Bereiche Alarm per E-Mail oder SMS mit genauen Ortsangaben an den Überwachenden geschickt werden. Zielgruppe für solche Handys sind Senioren, denen auch die integrierte Notruftaste zusagen soll und natürlich Kinder oder eher ihre besorgten Eltern. Und auch für Sportler gibt es eine spezielle Edition, die Trainings-Erfolge aufzeichnen soll. Das Mia Vojo Handy gibt es ab ca. 300 Euro inklusive einer 24 monatigen Nutzungslizens für das Online-Portal zu kaufen.

Zwischen Schutz und Überwachung

Die Debatte um Sicherheit und Überwachung ist alt. Was ist der Preis, den wir für die Sicherheit durch eine omnipräsente Ortung und Aufzeichnung jedes einzelnen Schrittes zahlen müssen? Fest steht, dass Privatspähre ein seltenes Gut geworden ist, das man für vermeintliche Sicherheit aufgegeben hat. Bereits Mitte 2005 gab es allein in London 500.000 Überwachungskameras, wodurch einer Studie zufolge eine Person an einem einzigen Tag damit rechnen muss bis zu 300 mal gefilmt zu werden. Aber auch die Ortung mit dem Handy ist keine wirkliche Neuerung, die nur mit speziellen Ortungshandys durchgeführt werden kann. Ein -Empfänger im Handy reicht dafür schon vollkommen aus.

Ständig wissen was die Freunde machen

Mit Latitude zum Beispiel können Handy-Nutzer in Echtzeit sehen, wo ihre Freunde oder Verwandte sich momentan aufhalten. Dafür ist nur eine Einladung durch Freunde nötig. Laut bleibt aber die Privatsphäre vollkommen in der Hand der Nutzer. Demnach können sie selber bestimmen, was die anderen Nutzer über ihren Standort erfahren können und ob der Standort manuell oder automatisch festgelegt werden soll. Dieser “Social-App” dient sicherlich nicht der Überwachung, aber er setzt dennoch voraus, dass viele Menschen damit einverstanden sind zumindest für ihr engeres Umfeld in ihrer Handlung gewissermaßen gläsern zu sein.

kindmithandy Handy Tracking   zwischen Schutz und Überwachung wissenWenn die Sorge der Eltern zum Geschäft wird

Und auch der sogenannte Kid-Tracker Markt, auf den es Mia Vojo teilweilse abzusehen scheint, erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Besorgte Eltern gab es schon immer, aber heutzutage werden ihnen immer bessere Möglichkeiten gegeben. Vor zehn Jahren gab es das Babyphon – heute gibt es Hightech: Neben speziellen Handys gibt es mittlerweile sogar Kuscheltiere mit Kamera in den Augen und Gesichtserkennung, GPS-Armbanduhren, Schuhe mit GPS-Empfänger oder Chips, die genau sagen können, wie schnell und wohin ein Auto gerade fährt. Mit Handyprogrammen wie uLocate oder Digital Angel sind auch herkömmliche Handys vor dem Überwachungswahn nicht mehr sicher. Das System der Elektronischen Fußfessel wird somit salonfähig und ist auch rechtlich kein Problem, solange die überwachte Person darüber informiert wurde.

Die Kehrseite der Medaille

Diese Programme, Chips oder sonstigen Geräte lassen sich natürlich nicht nur für hilfebedürftige Senioren oder Kinder anwenden, sondern auch für die Ehefrau, die Mitarbeiter oder sonstige Personen. Unbedingt etwas davon mitbekommen muss die jeweilige Person nicht und somit lassen sich die Programme, die eigentlich für Sicherheit  und Schutz sorgen sollen auch für das genaue Gegenteil verwenden. Doch das scheint man billigend in Kauf zu nehmen, denn für Viele scheint ein Motto über Allem zu stehen: “Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.”

Nicht nur für Spione

Viele Handys sind bereits mit einem GPS-Empfänger ausgestattet und es werden in Zukunft immer mehr werden. Mit dieser Funktion im Handy kann man natürlich weitaus mehr machen, als nur überwachen und überwacht zu werden. So haben viele dieser Handys eine Navigationslizens, wie das Nokia 6710 Navigator mit lebenslanger Navigationslizens oder das Samsung Omnia HD i8910, mit der man bequem von Unterwegs aus Routen planen, navigieren oder seinen Standort bestimmen kann. Da man nicht in jeder Lebenslage ein Navi parat hat, ist das äußert praktisch – besonders für Fußgänger oder Radfahrer. Eine weitere nützliche Funktion des GPS-Empfängers ist . Wie das Wort schon vermuten lässt hat es etwas mit Koordinaten und einer individuellen Beschriftung zu tun. Beim werden die Bilder, die man mit seiner GPS-fähigen (Handy-)kamera schießt mit Ort und Zeit des Aufnahmeortes versehen. Bei Diensten wie Google Maps oder Google Earth kann man dann die Bilder einstellen und auf der Karte ganz genau sehen wo und wann ein Foto aufgenommen wurde. Bei Handys wie dem Samsung S8300 Ultra Touch mit integrierter 8,1 Megapixel Kamera sind die Ergebnisse dann auch schon richtig sehenswert.

Diese Handys und weitere mit GPS-Funktion finden Sie im Handyshop von 24mobile.de

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